Kurzgeschichte

18. Mai 2022

Lesemonat April 2022 | Zuletzt gelesen

Hey ihr Lieben! 

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung aufgrund von Markennennung und Empfehlungen.*

Der Mai ist nun wieder ein wenig fortgeschritten und ich schulde euch noch meinen Lesemonat für den April. Leider war mein Lesemonat nicht so ganz erfolgreich, denn ich habe im April leider nur ein einziges Buch geschafft. Ich habe zwar im April noch weitere Bücher angefangen, aber eben nicht beendet 

Das Buch welches ich im April beendet habe ist „The Deal“ von Elle Kennedy. Ich habe das Buch als E-Book gelesen und war wieder vollends begeistert. Ich habe 2016 bereits „The Mistake“ von Elle Kennedy gelesen, welches der zweite Teil der Off-Campus Reihe ist und habe es geliebt. Hier findet ihr auch meine Rezension zu dem Buch: Rezension „The Mistake“

Quelle Bild: Weltbild.de


Insgesamt hat mir „The Deal“ sehr gut gefallen. Es war ein locker leichter Read, der mir die Zeit in der Bahn von und zur Arbeit sehr versüßt hat. Ich habe „The Deal“ in der Originalsprache gelesen und muss sagen, dass das Englisch relativ leicht zu verstehen ist und - vorausgesetzt man hat ein paar grundlegende Englischkenntnisse - für einen angenehmen und flüssigen Lesefluss gesorgt hat. Ganz klare Empfehlung meinerseits! 

Alles Liebe

Luisa 

20. Mai 2018

17-05-2018

Stille umgibt mich während ich durch die Baumallee gehe ohne klares Ziel vor Augen. Obwohl die Sonne, die sich durch die dichten Baumkronen kämpft, Wärme auf meiner Haut hinterlässt, spüre ich, wie unter dem dünnen Strickpullover und der mehr oder weniger dicken Jacke Gänsehaut über meine Arme schleicht. Der Wind ist kühl und bringt ein wenig Leben in das ruhige Grün über meinem Kopf. Ich sehe nach oben, spüre wie die Kälte des Windes sich durch jede kleine Öffnung näher an mich heran pirscht um mich zum Frösteln zu bringen. Auch wenn ich weiß, dass ich völlig alleine auf meinem Weg bin, fühle mich durch das Rauschen der Blätter verfolgt. Ich gehe nicht schneller, drehe mich auch nicht panisch um. Nein. Ich bleibe stehen und betrachte das Bild, welches sich mir am Ende der Baumallee bietet. Ein wunderschöner Ausblick auf Felder und Wiesen, die nur erahnen lassen wie weit die Welt noch ist. Gräser und wilde Blumen bewegen sich im Einklang mit den Baumkronen, als würden sie mir eine Richtung vorgeben, in die ich mich bewegen soll. Ich gebe dem Drang nach und folge der Richtung, in die mich die Natur weist. An Wiesen und Feldern vorbei, begleitet von leisem Vogelgezwitscher und dem Motorengeräusch der Flugzeuge über mir. Die Sonne, die sich immer wieder hinter den Wolken zu verstecken scheint, kommt aus ihrem Versteck hervor und folgt mir auf meinem Weg.

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Der Feldweg unter meinen Füßen ist noch weich vom gestrigen Regenschauer und gibt bei jedem Schritt ein bisschen nach. Er ist formbar, irgendwie trotzdem robust und hält dem Unwetter stand. Er ist ein bisschen wie ich - oder eher wie mein Leben. Ebenso formbar und robust gegenüber Katastrophen. Man spürt und sieht die Spuren, die durch die Katastrophen und die schönen Dingen hinterlassen wurden, aber trotzdem ist der Boden immer noch der Boden. Der Feldweg immer noch der Feldweg und ich - eben immer noch ich. Meine Gedanken schweifen vom Feldweg zu der Aussicht. Mein Blick folgt mir ein wenig Verzögerung. Obwohl der Dunst noch einen Teil der Sicht schluckt und vor mir verbirgt, sehe ich Häuser und Straßen, die das Bild von Natur und Unberührtheit durchbrechen. Während ich als den Horizont mit all seiner Pracht bewundere, wird mir klar, dass das hier nur ein klitzekleiner Ausschnitt von der Welt ist. Denn hinter dem höchsten Berg und dem tiefsten Tal geht es weiter. Dort wartet die Welt. Der Wind wird stärker. Weht mir die Haare ins Gesicht und bringt einen Schwall Kälte der mich unvorbereitet trifft. Es scheint als würde er mich zum weitergehen drängen wollen, um die Welt hinter dem kleinen Hügel auf dem ich mich befinde zu entdecken. Ich gehe weiter über den matschigen Boden und stelle mir die Frage wo ich lande, wenn ich der Bitte des Windes folge.

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Bei jedem Atemzug dringt der Geruch von Raps in meine Nase, zwingt mich damit ihn wahrzunehmen und mich zu erinnern. An die Sommer meiner Kindheit, an Urlaube mit meiner Familie, an die Freiheit, die man verspürt wenn man verbotener Weise durch ein Feld eines Bauern in der Umgebung gerannt war. Das Gefühl jung zu sein und alles zu können keimt in mir auf, bringt Fernweh und Heimweh zugleich mit sich. Den Drang rauszugehen und wie früher durch ein Feld zu laufen und alles zu tun, was man möchte. den Drang nach Freiheit. Während ich weiter den Feldwegen folge, bemerke ich, dass das Frösteln bei jedem Windzug verschwunden ist. Im Gegenteil. Ich begrüße den Luftzug und genieße das erfrischende Gefühl, wenn der Wind durch meine Haare weht und mir einzelne Strähnen ins Gesicht peitscht, während ich langsam an meinem nächsten kleinen Zeil ankomme.

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Das kleine steinernde Häuschen steht wie eine kleine Festung am Kopfe eines Weinberges, bewacht seine Umgebung und bietet einem kleinen Vogel an, so klein und majestätisch wie er ist und beobachte, wie er in die Ferne sieht. ein kleiner, stiller Beobachter. Stille. Eigentlich ist davon nichts zu merken. Der Wind pfeift und rauscht, die Vögel zwitschern munter weiter, das Papier unter meinem Stift knackt ab und an. Mit einem letzten Blick auf die Stadt am Fuße des Berges, gehe ich wieder. Begebe mich zurück in den Lärm und mir fällt auf: ich habe während meiner gesamten kleinen Reise kein Wort gesagt. Nicht die Natur ist die Stille - man ist es selbst.

Und das werde ich nun ändern. Ich will nicht die sein, die schweigt. Ich werde die sein, die etwas sagt, die Welt entdecken wird und ihren formbaren robusten Weg geht und sich von nichts aufhalten lässt. Auch nicht von jemandem, der versucht die Stille in mir zu finden.

3. April 2017

Kurzgeschichte - Zeitreisen | Beitrag zum Gewinnspiel von Books & Coffee

Hey meine Lieben!
die Liebe Sandra vom YouTubeKanal Books & Coffee hat in ihrem neuen Video (Arvelle Unpacking) eine Verlosung gestartet. Um das zu verlosende Buch [Zeitenzauber Band 1] gewinnen zu können, soll man eine Kurzgeschichte, etc über das Thema Zeitreisen schreiben. Ich dachte ich versuche mal mein Glück und nehme an der Verlosung teil. Also viel Spaß bei der Kurzgeschichte zum Thema Zeitreisen!


Das feuerrote Mädchen 

Vorsichtig lehne ich mich ein Stück vor, um an der Hausecke vorbei in die dunkle Gasse zu sehen. Um mich herum herrscht reges Treiben und keiner außer mir hat bemerkt, wie das Mädchen mit den feuerroten Haaren durch die Straßen geirrt ist. Sie trug einen knielangen schwarzen Mantel, darunter konnte ich nur ihre nackten Beine erkennen. Unerhört, wie sie herumläuft. Und das mitten am Tag, hätte meine Mutter gerufen. Doch meine Mutter, die einige Meter von mir entfernt an unserem kleinen Marktstand steht und Äpfel verkauft hat das Mädchen nicht bemerkt. Es scheint als wäre sie für die anderen um mich herum unsichtbar. Als ich merke, dass das Mädchen am Ende der Gasse stehen bleibt und sich in den Staub hockt, schleiche ich mich an sie heran. Hinter mir wird der Lärm des Marktes immer leiser, bis er kaum mehr zu hören ist. Das Mädchen wirkt fremd hier, als gehöre sie nicht hier her. Und ich bin mit sicher, das tut sie auch nicht. Vielleicht kommt sie aus einer Großstadt, irgendwo weit entfernt, wo es in Ordnung ist so rumzulaufen wie sie. Je näher ich ihr komme, desto klarer sehe ich sie. Ihre roten Haare ergießen sich über ihre schmalen Schultern, beinahe so wie meine blonden Haare es bei mir tun. Sie zeichnet komische Zeichen in den Staub vor sich. Die Kante ihres schwarzen Mantels hängt dabei so nah am Boden, dass sie ganze voll Staub ist. Wäre ich mit einem so dreckigen Mantel nach Hause gekommen, hätte meine Mutter mich zur Strafe in den Pferdestall gesperrt - da bin ich mir sicher. Als das Mädchen aufsteht und ein paar unverständliche Worte vor sich hin murmelt, mache ich mich bemerkbar. "Dein Mantel ist dreckig", merke ich leise an. In der Stille, hallt meine Stimme laut wider. Erschrocken dreht sich das Mädchen zu mir um - ihre hellblauen Augen sind weit aufgerissen. Ich sehe mit meinen ebenfalls großen Augen in ihre. "Du kannst mich sehen?", fragt sie leise mit melodischer Stimme. Ich nicke stumm und kann nicht aufhören ihr Gesicht zu studieren, sie wirkt so fremd und etwas an ihr kommt mir seltsam vor. Wieso sollte ich sie nicht sehen können? "Gut, das ist mir neu." Ihr forschender Blick wandert an meinem Körper auf und ab, als suche sie einen Grund dafür, dass ich sie sehen kann. Unter ihrem Blick brennt mein Feuermal auf meinem linken Schlüsselbein. "Auf Wiedersehen, Lizzy", flüstert sie, dann verschwindet sie wie ein Windhauch. Vor Schreck schreie ich laut auf, drehe mich um meine eigene Achse und suche mit meinen Augen meine Umgebung ab, doch sie bleibt verschwunden, sie hat sich einfach in Luft aufgelöst! Durch meine Schreie sind die Menschen auf dem Markt auf mich aufmerksam geworden. Ein junger Mann aus unserem Ort kommt auf mich zu - er heißt Marcus, glaube ich. "Was ist passiert? Geht es dir gut?", fragt er aufgeregt. Ich erzähle wie das Mädchen in die Gasse geschlichen ist, dass es meinen Namen kannte und sich dann aufgelöst hat. "Das ist Teufelswerk!", ruft er den anderen zu. "Sie hat eine Hexe gesehen! Bringt sie zum Arzt und sucht nach der Hexe. Bringt sie um. Sie hat feuerrotes Haar und einen schwarzen Mantel!" Eine Hexe? Hier? Ich zittere am ganzen Körper, als mir klar wird, dass er die Menschen zum Mord aufgefordert hat. Ohne noch ein weiteres Wort zu sagen, lasse ich mich von Marcus zum Arzt bringen. Dort bleibe ich liegen, bis ich einschlafe. Die ganze Nacht sehe ich das Mädchen in meinen Träumen. Eine Stimme flüstert mir etwas zu - einen Namen. Kassy. Schweißnass wache ich mehrere Male auf, jedes Mal bin ich allein.

"Kassy! Was hast du getan?", schreit der junge Maxwell, als seine Freundin wieder auftaucht. "Wieso? Was meinst du?", antwortet Kassy verwirrt. Wie immer nach einer Reise in die Vergangenheit, hat sie für ein paar Stunden ein Blackout. "Schau dir das an! Du hast eine zweite Welle der Hexenverfolgung ausgelöst! Was hast du nur gemacht?" Erschrocken weicht Kassy von Maxwells Laptop zurück, der Bilder, Zeichnungen und Berichte zu einer weiteren Welle der Hexenverfolgung zeigt, die Kassy vorher noch nie gesehen hat. "Ich weiß es nicht. Mich kann doch niemand sehen, ich habe nichts getan, ich habe nur in die alten Werke in der Bibliothek geschaut und bin dann in der Gasse-" Eine Erinnerung blitzt in Kassys Kopf auf. Das blonde Mädchen. Sie konnte sie sehen. "Ja? Gasse?", drängt Maxwell ungeduldig. "Das blonde Mädchen, konnte mich sehen. Sie hat mich gesehen, sogar mit mir gesprochen." Niedergeschlagen setzt sie sich neben Maxwell auf einen Stuhl im alten Stadtarchiv. "Oh mein Gott", haucht dieser und stupst Kassy mit dem Ellenbogen an. Auf dem Bildschirm ist eine Zeichnung - ein Portrait - es zeigt Kassys Gesicht, umrahmt von ihren feuerroten Locken. Was hatte sie nur getan? 


Ich hoffe dir/ euch hat meine Kurzgeschichte gefallen! Ich hatte auf jeden Fal viel Spaß dabei sie zu schreiben ! :) Vielleicht wird es ja wirklich was mit der Verlosung. Würde mich freuen! 
LG Lou 

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